Volle Kontrolle über Förderer, Pipetten und Bestückköpfe Förderer, Pipetten und Bestückköpfe sind ständig in Bewegung. Sie wechseln zwischen Maschinen, dem Rüstbereich, dem Lager und der Wartung. Um eine zuverlässige Fertigung zu gewährleisten, muss deshalb jederzeit klar sein, wo sich welches Asset befindet, in welchem Zustand es ist und ob es wieder eingesetzt werden kann. Diese Aufgabe übernimmt zentral die Applikation Factory Equipment Center für das fertigungsweite Asset- und Maintenance-Management von ASMPT. Die Software liest dazu direkt Maschinendaten aus, verfolgt die einzelnen Assets, wertet Betriebsdaten aus, stößt Wartungen an und dokumentiert ihren Status. Ein wartungs- oder reparaturbedürftiges Asset wird aus der Produktion genommen und erst nach erfolgreicher Funktionsprüfung im System wieder für die Fertigung freigegeben. „Damit folgt ASMPT bei Förderern, Pipetten und Bestückköpfen demselben Grundprinzip: Der Zustand jedes Assets ist bekannt und seine Einsatzbereitschaft verifiziert“, erklärt Eric Kirschner, Senior Produkt Manager bei ASMPT SMT Solutions und beschreibt damit die gemeinsame Grundlage der Closed-Loop-Prozesse. Weniger Stillstand bei der Bestückkopfwartung Das Optimierungspotenzial ist besonders groß bei der Wartung von Bestückköpfen. Bisher werden dafür häufig mehrere Köpfe aus der Linie genommen und vor Ort gewartet. Je nach Anzahl der Maschinen und Köpfe kann dies zu längeren Stillständen führen oder zusätzliche Personalressourcen erfordern. Mit dem Factory Equipment Center lässt sich die Wartung dagegen auf einzelne Köpfe verteilen. Steht eine planmäßige oder nutzungsabhängige Wartung aufgrund der Anzahl bestückter Bauelemente an oder zeigt ein Bestückkopf Auffälligkeiten, wird dieser gezielt ausgetauscht und offline gewartet. Anschließend kann die Funktionsfähigkeit des Bestückkopfs an der SIPLACE Head Care Station geprüft werden. Der Status wird im Factory Equipment Center hinterlegt und der geprüfte Kopf wieder in den Bestand übernommen. So steht für den nächsten Wechsel ein geprüfter Bestückkopf mit dokumentiertem Status bereit. Bei planmäßigen Wartungen können die Bestückköpfe zeitlich gestaffelt gewartet werden, wodurch sich die Stillstandszeiten an der Linie reduzieren. Ein Kreislauf für alle beweglichen Assets Bei den Förderern funktioniert das Prinzip ähnlich. Nach der automatischen Ersterfassung überwacht das Factory Equipment Center kontinuierlich die Zählerstände aller auf dem Shopfloor eingesetzten Förderer. Die Applikation kennt ihre Position, ihre Nutzung und ihren jeweiligen Wartungsstatus. Fällige Förderer können gesperrt und gezielt zur Wartung gebracht werden. Erst nachdem ihre Funktionsfähigkeit mit dem SIPLACE X-Feeder Verification System überprüft wurde, werden sie wieder für die Produktion freigegeben. Beim Closed-Loop-Nozzle-Management werden die mit einem eigenen RFID-Tag ausgestatteten Pipetten, sogenannte „Smart Nozzles“, über ihre individuelle ID verfolgt. Factory Equipment Center erhält dazu laufend Nutzungs- und Inspektionsdaten aus den Bestückautomaten. Verschmutzte, beschädigte oder wartungsbedürftige Pipetten werden gesperrt, gereinigt, geprüft und gegebenenfalls ersetzt. Nach erfolgreicher Prüfung aktualisiert das System den Status und gibt die Pipetten wieder für die Fertigung frei. „Ob Förderer, Pipette oder Bestückkopf: Für uns ist entscheidend, dass der Kreislauf geschlossen ist. Wir behalten die Assets auch außerhalb der Linie im Blick und stellen sicher, dass nur geprüftes Equipment zurück in die Fertigung geht. Das erhöht die Zuverlässigkeit und reduziert vermeidbare Unterbrechungen“, resümiert Eric Kirschner.